Ausrufezeichen im Playoff-Kampf
Der Kampf um den letzten Playoffplatz gestaltet sich diese Saison äusserst eng. 2 Punkte fehlten uns vor der abschliessenden Doppelrunde auf die Glattal Falcons und den 8. Platz. Gleichzeitig lauerten mit den Zuger Highlands (2 Punkte Rückstand) und Herisau (1 Punkt Rückstand) aber auch noch zwei weitere Teams direkt hinter uns auf eine Qualifikation in letzter Minute. Die Ausgangslage für das Wochenende war somit klar: Vermutlich braucht es zwei Siege gegen zwei starke Teams, UBN und Frauenfeld, um sich noch für die Playoffs zu qualifizieren.
Am Samstag stand uns mit UBN ein Gegner gegenüber, der in den letzten Jahren immer unter den Top-Teams der 1. Liga anzutreffen war. In der Vergangenheit kamen wir mit der physisch und spielerisch starken Spielweise der Bassersdorfer oft nicht gut zurecht und mussten meist als Verlierer vom Platz. Der Start ins erste Drittel war dann auch hart umkämpft und es brauchte zu Beginn ein paar starke Paraden von Dominic Künzler um die Null zu halten. Nach etwas mehr als 7 Minuten war es dann Marc Treichler der nach einem Freistoss aus der Ecke mit seinem typischen Drehschuss uns erstmals in Führung brachte. Nach starkem Pressing von UBN und einem eigenen Ballverlust mussten wir aber weniger als eine Minute später bereits wieder den Ausgleich hinnehmen. Nach etwas mehr als der Hälfte des Drittels konnten wir aber erneut in Führung gehen. Nach wunderbarem Zusammenspiel und einem Zuspiel von Robin Treichler war es Noel Keller der im Slot den Ball zum 2:1 einnetzen konnte. Danach war das Spiel vor allem durch solide Defensivarbeit geprägt und auch eine Überzahlsituation gegen Ende des Drittels konnten wir leider nicht ausnutzen. So ging es mit einer 2:1 Führung in die erste Pause.
Gleich zu Beginn des zweiten Drittels konnte UBN jedoch nach einem schnell vorgetragenen Konter den erneuten Ausgleich erzielen. Auch in der Folge kamen die Gäste aus Bassersdorf immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen und konnten kurz nach der Hälfte des Spiels mittels Penalty erstmals in Führung gehen. In der Folge taten wir uns gegen die starke Defensive von UBN oftmals sehr schwer, wirklich gute Chancen zu kreieren. So konnten wir im ganzen Drittel kein Tor erzielen und mussten mit einem Tor Rückstand in die zweite Pause gehen.
Auch zu Beginn des dritten Drittels fehlte zunächst die offensive Durchschlagskraft. In der Folge konnte UBN, nach einer angezeigten Strafe und mit einem sechsten Feldspieler agierend, dann sogar mit zwei Toren in Führung gehen. Nun brauchte es dringend eine Reaktion von unserer Seite und die kam auch. Nur rund eine Minute später konnte Marc Treichler nach einem wunderbaren Zuspiel von Noel Keller den Anschlusstreffer zum 3:4 erzielen. Auch danach erspielten wir uns viele gute Chancen und konnten nach einer Strafe gegen UBN dann erneut im Powerplay agieren. In Überzahl überstanden wir mit etwas Glück eine 2/0 Situation, ehe Robin Treichler mit ablaufender Strafe den viel umjubelten Ausgleichstreffer rund 5 Minuten vor Schluss erzielen konnte. Zum Schluss hatten wir dann richtig Glück, konnten wir uns in die Verlängerung retten. Zuerst überstanden wir eine Unterzahlsituation kurz vor Schluss und danach erzielte UBN rund 10 Sekunden vor Schluss tatsächlich noch den vermeintlichen Siegestreffer. Glücklicherweise, entschieden die Schiedsrichter daraufhin aber auf Foul von UBN beim Ballverlust und somit ging es in die Verlängerung.
Der Beginn der Verlängerung gestaltete sich zunächst sehr ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Nach rund 5 Minuten in der Verlängerung und einem Ballverlust von UBN im Aufbau konnten wir dann einen 3 gegen 1 Konter fahren und nach Zuspiel von Lari Ylikarkula erzielte Anton Aaltio den viel umjubelten 5:4 Siegestreffer für uns. Ekstase pur!
Durch die Niederlage der Falcons am späteren Abend, bietet sich für uns damit die Chance mit einem Sieg in Frauenfeld in die Playoffs einzuziehen.
Niederlage besiegelt Playouts
Nach einem erfolgreichen und kräftezehrenden Spiel am Samstag gegen UBN, hatten die Laupener die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen die Red Lions Frauenfeld doch noch die Playoffs zu sichern.
Der letzte Vergleich in der Hinrunde verlief nach einem 0:6 im Startdrittel am Schluss klar mit 10:3 zu Gunsten der Frauenfelder.
Die letzten Partien waren aber definitiv von Aufwind geprägt und so gingen die Laupener mit viel Optimismus und Selbstvertrauen ins Thurgau.
Das Startdrittel verlief dann nicht annähernd so wie im Hinspiel. Beide Mannschaften agierten diszipliniert und konnten sich in brenzligen Situationen auf ihre Torhüter verlassen. So endete das erste Drittel Torlos.
Das zweite Drittel lief dann auch knappe vier Minuten ehe das erste Tor fiel. Mazzotta brachte das Heimteam mit 1:0 in Führung. Doch nur zwei Minuten später lancierte M. Treichler in einem schnellen Konter N. Keller welcher den Ausgleich für die Laupener erzielte.
Zum Unmut der Gäste, erhöhte Königshofer kurz darauf wieder auf 2:1 für die Thurgauer. Danach geschah eine Weile nicht mehr viel, ehe eine Bogenlampe von R. Keller (Brünn) mit etwas Glück den Weg zum erneuten Ausgleich fand. Laupen war dann mit dem Kopf vermutlich schon in der Pause, denn Frauenfeld erzielte in den letzten 90 Sekunden des Drittels zwei weitere Tore und konnte sich so erstmals etwas absetzen.
Auch der Start ins Schlussdrittel wurde dann verpasst. Mit erneut zwei schnellen Toren testeten die Frauenfelder dann die Moral der doch etwas vom ermüdenden Vortag gezeichneten Laupner. Diese bewies dann ein doppelter Aaltio (Köberl/Ylikarjula), doch da auch die Frauenfelder die offenen Räume zu bestrafen wussten, stand zum Schluss das Resultat von 9:4 auf der Anzeigetafel.
Der Sieg der Red Lion Frauenfeld war sicherlich verdient. Waren sie doch das cleverere Team und bestraften die Laupener wiederholt. Dennoch können die Laupener mit vielen Teilen des Spiels zufrieden sein. Lange war man im Spiel drin, doch mit den zu wenigen Spielanteilen und zu oft unbelohntem Aufwand war am Schluss nichts zu holen im Thurgau.
Da die übrigen Partien nicht zu Gunsten der Laupener ausgingen, treffen diese nun in den Playouts auf den letztplatzierten Züri Süd. In der Qualifikation gelangen jeweils zwei Siege, doch auch die Zürcher konnten schon von einigen favorisierten Teams Punkte stehlen.
Somit gilt es, mit viel Selbstvertrauen und einer guten Portion Demut in diese Serie zu gehen. Das Ziel ist natürlich, mit dem Aufwind der letzten Spiele der Rückrunde und der Unterstützung hoffentlich zahlreicher Fans, die Saison mit drei Siegen zu beenden.