Die Herren lassen die Fribourger zittern

Nach dem erfolgreichen Meisterschaftsstart am Samstag mit dem Sieg gegen Frauenfeld war in der Mannschaft eine riesige Vorfreude zu spüren. Voller Motivation, gepusht durch Coach Cathreins Ansprache, wollten die Mannschaft beweisen, dass die Kritiker im Forum falsch liegen. Da kam ein höherklassiger Gegner genau richtig. Der Cup schreibt ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. Nach einem hochkonzentrierten Aufwärmen und einschiessen, konnte der Cup 1/64-Final beginnen.

Die Gäste aus der Westschweiz legten ein hohes Tempo vor und man merkte, dass sie die späte Heimfahrt am Sonntagabend nicht mit langen Gesichtern antreten wollten. Laupen reagierte zwar mit entschlossener Gegenwehr und doch konnten die Fribourger nach 15 Minuten bereits zum dritten mal jubeln. Dann, kurz vor der Pause, gelang Egli der wichtige Anschlusstreffer. Durchatmen, Brust raus und weitergehts.

Im zweiten Drittel konnten die Herren immer besser mithalten und es zeigten sich auch in der Defensive des NLB-Teams Schwachstellen. Das Mitteldrittel war geprägt von intensiven Zweikämpfen, Balleroberungen und schnellen Kontern. Beim Stand von 3:6 (nach Toren von R. Keller und Mächler) erhielt die bereits am Vorabend, höchst effizente, Laupner Powerplay-Linie die Chance den Spielstand zu verkürzen. Noch besser wurde diese Chance als der Schiedsrichter den Arm nach einem Foul erneut in die Höhe streckte. Goalie raus, sechster Spieler rein. M. Treichler liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball gekonnt im Netz. Immer noch in der Überzahl agierend wurden die Zuschauer in der Elba Zeuge, wie effektiv ein Powerplay à la Laupen sein kann. Denzler auf Keller und Laupen jubelte erneut. Floorball Fribourg reagierte mit einem Timeout. Die Motivation und der Wille war spürbar. Vergessen waren die müden Beine vom Vortag. Nach mehreren guten Chancen auf beiden Seiten ging es dann mit einem 5:6 in die letzte Pause.

Man war sich einig in der Garderobe: das letzte Wort war noch nicht gesprochen. So ging der letzte Abschnitt mit der gleichen Intensität los wie zuvor. Nach 10 Minuten kam der vielumjubelte Ausgleich. Beutler mit einem Slapshot in der eigenen Hälfte und der Ball war tatsächlich im Tor. Die Freude war schnell verpufft als nur 9 Sekunden später der erneute Führungstreffer durch die Gäste fiel. Fribourg drehte nun nochmals auf. So folgten die Tore 7 und 8 innerhalb der nächsten 5 Minuten. 3 Minuten vor Schluss entschied sich Coach Cathrein für ein Timeout. Jetzt gab es sowieso nichts mehr zu verlieren. Goalie raus und zu sechst den Gegner unter Druck setzen. R. Treichler mit einem perfekt platzierten Schuss liess die Hoffnungen nochmals aufflammen. 7:9. Motiviert vom Erfolg seines Bruders zog kurze Zeit später auch M. Treichler ab und der Ball fand den Weg ins Tor erneut. 8:9. Nun folgten über zwei Minuten des erbitterten Kampfes. Laupen gab alles den Ausgleich noch zu erzwingen. Man kämpfte um jeden Ball und doch wollte es nicht sein. Laupen verliert gegen Floorball Fribourg nach einem sensationellen und geschlossenen Teamleistung ganz knapp. Es fühlte sich trotzdem wie ein Sieg an und gab der Mannschaft einen Auftrieb, den sie nutzen kann für den strengen weiteren Saisonstart. Nächste Woche geht es weiter in der Meisterschaft gegen die Falcons und Bülach am nächsten Wochenende. Beide Spiele finden in der heimischen Elba statt.

UHC Laupen ZH – Floorball Fribourg 8:9 (1:3, 4:3, 3:3)
Sporthalle Elba, Wald ZH. 50 Zuschauer. SR Beck/Nievergelt.
Tore: 6. L. Fasel (C. Romanens) 0:1. 9. N. Ruffieux (M. Dietrich) 0:2. 15. J. Brodard (L. Fasel) 0:3. 20. L. Egli (D. Bluzet) 1:3. 23. M. Dietrich (O. Müller) 1:4. 27. R. Keller (N. Keller) 2:4. 28. M. Schreier (J. Ducommun) 2:5. 30. L. Roulin (O. Müller) 2:6. 31. K. Mächler (L. Egli) 3:6. 33. M. Treichler (R. Keller) 4:6. 34. N. Keller (B. Denzler) 5:6. 50. R. Beutler 6:6. 50. O. Müller (L. Ritz) 6:7. 51. O. Müller (L. Roulin) 6:8. 55. S. Halter 6:9. 58. R. Treichler (R. Beutler) 7:9. 58. M. Treichler (L. Egli) 8:9.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Laupen ZH. 1mal 2 Minuten gegen Floorball Fribourg.

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