Ohne Tore, kein Sieg

| Spielbericht

Die starken Emmentalerinnen konnten mit viel Geduld und guter Chancenauswertung beweisen, dass sie nicht umsonst auf einem den vorderen Tabellenplätze platziert sind

Ins erste Drittel starteten die Laupnerinnen eher „chrosig“ als „rosig. Konnten aber mit dem System trotzem alle Schüsse blocken oder hatten ansonsten noch Laupens Torhüterin Gatzsch, welche die Chancen der Bernerinnen zunichte machen konnte. So kamen die Zürcherinnen auch mal zu guten Chancen, die jedoch nicht verwertet wurden. Ansonsten passierte nicht wirklich viel im ersten Drittel, obwohl die Skorpione mehrheitlich das ganze erste Drittel den Ballbesitz hatten, konnten sie kein Tor erzielen.

Wie immer im zweiten Drittel konnten die Zürcher Oberländerinnen nicht aufdrehen. Da die Damen des UHC Laupen die wenigen Chancen, die sie im ersten Drittel hatten nicht nutzten, wurden sie dann durch ihre Eigenfehler jetzt bestraft. In der 26. Minute konnten die Bernerinnen zum ersten Mal in diesem Spiel einnetzen. Nur wenige Minuten später konnte Spichiger durch einen fiesen Schuss in der weiten Torecke den Ball hinter Laupens Torlinie befördern. Diese zwei Tore hatten die Zürcherinnen etwas geweckt. Das System wurde wieder konzentrierter gespielt, jedoch konnten immer noch nicht wirklich viele Chancen kreiert werden, stattdessen holten die Laupnerinnen kurz vor dem zweiten Abpfiff wieder eine unnötige Strafe wegen Handspiel. Da liessen sich die Emmentalerinnen nicht zweimal bitten und machten das dritte Tor durch einen einfachen Freistoss mit sechs Feldspielerinnen.

Im dritten Drittel mussten unbedingt die Tore her. Dass die Zürcherinnen auch Tore gegen ein Top Team schiessen können, das hat man ja gegen die Jets gesehen. Jedoch wollte es an diesem Sonntag irgendwie nicht klappen. In der 48 Minuten wurde dann eine Strafe gegen die Skorpione wegen Stockschlag ausgesprochen. Das war die Chance, endlich in die Gänge zu kommen. Gesagt, getan. Durch einen schönen Querpass von Wildermuth, konnte Y. Hofmann endlich für die Zürcher Oberländerinnen einnetzen. Jetzt wollten es die Laupnerinnen wissen, das Tore schiessen sollte mit diesem Tor eröffnet worden sein. Es wurde auf zwei Linien umgestellt. Es wurden jetzt auch etwas gefährlichere Chancen herausgespielt, jedoch wollte das mit dem erneuten Tore schiessen, immer noch nicht funktionieren. Vier Minuten vor Schluss wurde die Torhüterin der Laupnerinnen rausgenommen, jetzt alles oder nichts. Leider konnten hier die Emmentalerinnen wieder durch einen unnötigen Ballverlust mit einem schnellen Konter ins leere Tor zum 4:1 Schlussstand einnetzen.

Wieder konnten die Laupnerinnen gegen ein Topteam relativ gut mithalten, aber nicht gewinnen. Man sieht immer noch den Klassenunterschied, aber die Zürcherinnen können sich gut gegen solche Top Teams wehren. Trotz allem, ohne Tore zu schiessen, kann man gegen so ein Team nicht gewinnen. Jetzt müssen weiter die Eigenfehler abgestellt werden und die Torchancen viel kaltblütiger genutzt werden.

Heja Laupä!

Skorpion Emmental Zollbrück - UHC Laupen 4:1 (0:0, 3:0, 1:1)

Halle Ballsporthalle Oberemmental (BOE) Zollbrück Zuschauer 175 Schiedsrichter Patrick Büschlen / Jonas Brunner

Tore

26. Maurer (Spichiger) 1:0    29. Spichiger (Grundbacher) 2:0    40. Spichiger (Sturzenegger) 3:0    49. Y. Hofmann (Wildermuth) 3:1    57. Spichiger (Liechti) 4:1

Strafen

2 x 2 Minuten gegen Skorpion Emmental Zollbrück
1 x 2 Minuten gegen UHC Laupen

Aufstellung

UHC Laupen Rüegg Linda, Burri Melanie, Fritschi Tamara, Altwegg Livia, Schoch Leana, Kapp Vanessa, Grob Michèle, Widmer Romina, Rüegg Mara, Hofmann Yara, Hofmann Sina, Wildermuth Andrea, Keller Corina, Hegglin Stephanie, Behluli Gentiana, Keller Lea, Lindenmeyer Katarina, Gatzsch Nancy, Gmür Sabrina, Aerne Sabrina, Bertini Chiara Verletzt: Holst Alena