Die Herren im Wechselbad der Gefühle

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Nachdem die Herrenmannschaft das erste Spiel der Saison mit einer guten Leistung für sich entscheiden konnte, war das Ziel für dieses erste Doppelspiel-Wochenende nahtlos an dem Match gegen die Zuger Highlands anknüpfen zu können.

Als erstes empfing man am Samstag zu Hause die aus früheren Begegnungen bekannten Vipers InnerSchwyz auf heimischen Boden. Das Spiel begann perfekt aus Laupner Sicht. Die taktischen Vorgaben wurden umgesetzt, das Umschaltspiel funktionierte reibungslos und gefährliche gegnerische Abschlüsse wurden geblockt bevor sie nur in die Nähe des Laupners Tors kamen. Das Sturmduo J. Kindlimann/Deola sorgte mit je einem Tor und einem Assist für die wohlverdiente Führung. Was nach den ersten 15 Minuten geschah, als man das Spiel kontrollierte und den Gegner im Griff hatte, ist wohl vielen Zuschauern, wie auch Spielern recht unerklärlich. Anstatt mit der gleichen Entschlossenheit und defensiver Kompaktheit weiter zu agieren, fanden plötzlich Unsicherheiten und Stellungsfehler ihren Weg ins Spiel der Heimmannschaft. So konnten die Vipers noch in den Schlussminuten des ersten Drittels nach einer Überzahl den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielen.

Nach der Pause und der Vorgabe wieder so zu spielen wie am Anfang des ersten Drittels, verpasste man den Moment sich zu fangen und so kam es, dass die Gäste die Begegnung zu einer 2:4 Führung drehen konnten. Für die drei Tore im Mitteldrittel benötigten sie gerade mal 5 Minuten. Dies sollte sich, im Nachhinein betrachtet, als Genickbruch für die Laupner Herren herausstellen. Zu allem Pech konnte auch eine Überzahlsituation nicht genutzt werden. Im letzten Drittel hatte man durchaus Möglichkeiten den Zwischenstand wieder zu verkürzen doch schlichen sich immer noch zu viele Fehler im Spiel der Laupner ein. Der Effort nach vorne wurde nicht belohnt und die Vipers nutzten ihre Konterchancen gegen Ende des Spiels eiskalt aus. So wurde das Herren I mit einem unglücklichen Resultat von 2:8 auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Coach Cathrein betonte nach dem Game, dass es nun in Anbetracht des nächsten Spiels am folgenden Tag wichtig sei, den Kopf nicht hängen zu lassen.

Und wie die Mannschaft diesem Rat Taten folgen liess, zeigte sich im ersten Drittel des Spiels gegen die Glattal Falcons, der andere Aufsteiger aus der Gruppe 2. Die bittere Niederlage vom Vortag wie auch eine Niederlage in einem Testspiel der Vorbereitung gegen denselben Gegner, schienen wie weggeblasen. Der Laupner Hunger war geweckt. Das Ergebnis nach nur 10 Minuten und 16 Sekunden Spielzeit lautete 6:1.

Mit dieser komfortablen Führung im Rücken leistete man sich im Mitteldrittel eine kurze Verschnaufpause, wobei die Falcons den Rückstand auf drei Tore verkürzen konnten. Doch die Geschichte vom Vortag, als man nicht mehr fähig war zu reagieren und das Spiel wieder unter Kontrolle zu bringen, sollte sich nicht wiederholen. Mit enormem Teamgeist und einem von Freude geprägten Unihockey baute der UHC Laupen seine Führung im letzten Drittel wieder aus. Die Emotionen steckten an, denn sogar der Balljunge der Falcons meinte kurz vor Schluss: «Ich bi au chli für eu. Wär ja schad wenner so viel grennt sind und denn na würed verlüre.» Das Spiel endete mit einem 9:4 aus Laupner Sicht und somit steht man nach drei Spielen mit sehr willkommenen 6 Punkten da.

Nächsten Samstag geht die Jagd nach Punkten für die Herren des UHC Laupens bereits in die nächste Runde. Die Gators aus Widnau gastieren in der Elba. Doch Geschenke, wie gegen die Vipers, will man keine mehr verteilen.