Schwaches erstes Drittel führt zu einer klaren Niederlage im ersten Spiel

| Spielbericht

Von Anfang an war deutlich klar, dass die Playoff-Serie gegen die Qualisiegerinnen aus Chur kein Zuckerschlecken werden wird. Nichts desto trotz will sich der Underdog UHC Laupen nicht wehrlos geschlagen geben. Die Churerinnen verloren nach einer makellosen Qualifikation ihre letzten beiden Spiele vor den Playoffs – unter anderem das Cupfinale – und scheinen somit bezwingbar.
Man startete also sogleich mit 2 Linien in das erste Spiel dieser Serie. Die Zürcherinnen wollten hinten sauber stehen, die Box möglichst eng halten und mit schnellen Kontern, Chancen heraus spielen. Als das Heimteam (Chur) nach gut 2 Minuten durch einen Freistoss das Skore eröffnen konnte, schien der Startschuss gefallen: Innert kürzester Zeit drangen die Piranhas immer wieder in den Slot der Laupnerinnen vor und ehe man sich versah, stand bereits 4:0. Glücklicherweise konnte sich das Gastteam (Laupen) noch einmal einigermassen fangen und rettete sich mit einem 5:0 in die Pause.
Das 2. Drittel startete gleich viel besser: Einen schnellen Konter kurz nach Wiederanpfiff, wussten die Churerinnen nur unfair zu stoppen und so musste eine Spielerin auf der Strafbank Platz nehmen und Laupen agierte in Überzahl. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man als einziges Team überhaupt (!) in dieser Saison ein Boxplay gegen Chur überstanden hat, agierte man optimistisch und etwas gar offensiv. In Unterzahl konnte man den Ball abfangen und aufs gegenüberliegende Tor losziehen. Der satte Schuss prallte aber an der Latte ab und so liess der Treffer auf der Seite der Zürcherinnen noch immer auf sich warten. Nicht mehr lange: Kurz nach dem Ablauf der Unterzahl, die erneut ungeschadet überstanden wurde, brachte Sina Sturzenegger den Ball hoch über die Mittellinie, wo ihn Rebecca Vontobel abfangen konnte und souverän im hohen Eck versenkte. Die Euphorie hielt jedoch nicht lange an, denn nur wenig später musste Laupen einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Das Drittelsresultat von 1:1 war jedoch vielversprechend und bot Raum zur Hoffnung.
Die Hoffnung wurde relativ schnell wieder gedämpft: Mit einem Doppelschlag zog Piranha Chur uneinholbar auf 8:1 davon. Danach glich das Spiel aus Laupner Perspektive mehr einem Defensivtraining, um Weiteres zu verhindern. Dar Ball war nun kaum mehr in den eigenen Reihen und man schoss ihn zumeist gleich wieder möglichst weit nach vorne. Der letzte Treffer zum 9:1 kurz vor Schluss, war dann auch Folge mangelnder Konzentration.
Somit ging der erste Punkt deutlich auf das Konto der Churerinnen. Jedoch lässt vor allem das Mitteldrittel weiter auf eine Überraschung seitens Laupen hoffen. Es braucht aber eine solche Leistung über 60 Minuten und sehr viel mehr Kaltblütigkeit, ansonsten dürfte diese Aufgabe eine Nummer zu gross sein.
Das zweite Spiel findet am kommenden Samstag 09.03.19 um 19:30 Uhr in der heimischen Elba statt.

Piranha Chur - UHC Laupen 9:1 (5:0, 1:1, 3:0)

Halle Gewerbliche Berufsschule Chur, Chur GR Zuschauer 192 Schiedsrichter Lieberherr / Rhöös

Tore

2. (01:58) C. Rensch (Rossier) 1:0    5. (04:41) Rossier (Schneller) 2:0    7. (06:09) Aanerud (Zwinggi) 3:0    9. (08:37) Aanerud (Zwinggi) 4:0    17. (16:05) Rüttimann (Marti) 5:0    38. (37:29) Vontobel (Sturzenegger) 5:1    39. (38:20) Gredig (Zwinggi) 6:1    42. (41:26) Zwinggi (L. Rensch) 7:1    49. (48:21) Marti (Rüttimann) 8:1    60. (59:15) Marti (Ulber) 9:1

Strafen

1 x 2 Minuten gegen Piranha Chur
1 x 2 Minuten gegen UHC Laupen