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Die U21-Juniorinnen holten sich am Samstag dem 9. April den Schweizermeistertitel: Mit einem 5:0 Sieg zu Hause in der Elba, vor rund 434 Zuschauern (!), konnte man die Serie gegen Piranha Chur mit 3:1 Siegen beenden.

Eigentlich hatten viele die Qualifikation fürs Finale aufgegeben, nachdem man im Halbfinale in der Serie 0:2 hinten lag, ausser die Juniorinnen selbst. Diese rauften sich zusammen und zeigten Stärke und Siegeswillen. Tatsächlich konnte man die Serie mit drei Siegen in Folge noch drehen und schaffte somit den Einzug ins Finale. Allein dies war schon eine riesen Leistung: Der kleine Dorfverein aus Laupen ZH war voll dabei im Kampf um den Meistertitel. Der Gegner, eine wahre Unihockey-Grösse in der Schweiz, Piranha Chur. Seit dem Aufstieg in die U21A in der Saison 13/14 musste man gegen Chur immer Niederlagen hinnehmen. Trotzdem galt es, das Unmögliche möglich zu machen.

Das erste Spiel fand am Ostermontag in Chur statt. Viele Fans sind mitgereist um die Juniorinnen zu unterstützen und machten das Auswärtsspiel beinahe zu einem Heimspiel. Denn Laupen liess sich von den noch unbekannten Umständen nicht beirren. Wie bereits im Halbfinale spielte man die Finalserie durchgehend mit 2 Linien, da man gar nicht genug Spielerinnen zu Verfügung hatte um allenfalls auf 3 Linien umzustellen. Mit starkem Selbstbewusstsein und Kampfgeist konnte Laupen dieses erste Spiel mit 1:4 gewinnen und ging somit 1:0 in Führung.

Am darauffolgenden Samstag stand das zweite Spiel an, nun in der Elba vor 303 Zuschauern. Doch irgendwie hatte man das Gefühl, die Juniorinnen waren ein bisschen überfordert mit der Situation: So viele Fans, eine riesen Stimmung und das Wissen, dass man Chur schlagen konnte. Somit spielten sie wie ausgetauscht, was am Montag noch gut klappte, funktionierte nicht mehr und durch viele Eigenfehler geriet man früh in einen 0:3 Rückstand. Doch wiederum liess Laupen nichts unversucht und kämpfte sich erneut ran. Schlussendlich reichte es aber nicht ganz und Laupen verlor das zweite Spiel mit 3:4.

Gleich am Sonntag reiste man wieder nach Chur um das 3. Spiel auszutragen. Wieder mit der Unterstützung von vielen Laupnern. Doch das Szenario vom Samstag wiederholte sich: Nach dem ersten Drittel stand es 2:0 für die Gegnerinnen und kurz nach dem Start vom zweiten Drittel erhöhten sie die Führung auf 3:0. Doch nur wenig später konnte sich Laupen nun auch den ersten Treffer gut schreiben und dies schien die Juniorinnen zu wecken. Mehr und mehr erkämpften sie sich gute Torchancen und liessen in der Defensive keine weiteren Treffer zu. 5 Minuten vor Schluss kam es zu einer 2-Minutenstrafe für die Churerinnen und Trainer Yves Kempf nahm die Torhüterin raus, was bedeutete: 6 gegen 4. Und tatsächlich schaffte Laupen den Anschlusstreffer zum 3:2 und die Euphorie vom Montag war wieder da. Man setzte nun alles daran den Ausgleichstreffer zu erzielen und nach langen nervenaufreibenden Minuten fiel der Ausgleichstreffer 20 Sekunden vor der Schlusssirene! Nun waren die Spielerinnen sowie die Fans nicht mehr zu halten. In der Verlängerung zeigten beide Teams, dass sie dieses Spiel noch gewinnen wollten, doch die Laupnerinnen waren es, die das Golden Goal erzielen konnten. Somit gingen sie auch in der Serie erneut in Führung, 2:1 stand es nun.

Der erste Matchball war am letzten Samstag. Vor 434 Zuschauern und einer einzigartigen Atmosphäre in der Elba kämpften die Juniorinnen um den Titel. Das Wichtigste war, nach dem ersten Drittel nicht im Rückstand zu liegen, was den Laupnerinnen gelang: 0:0 hiess es. Und es kam noch besser, knapp 30 Sekunden nach dem Wiederanpfiff konnte Laupen in Führung gehen. Doch nun geschah das, was eben nicht sollte: Man wurde nervös, weil man wusste das man vorne lag. Viele Fehler schlichen sich ein und man musste die nächsten fünf Minuten praktisch nur verteidigen. Nach einer Ansage des Trainers konnte man die Partie aber wieder etwas beruhigen und zur Spielhälfte im Powerplay sogar das 2:0 erzielen. Um unseren Zug aufs Tor zu unterbrechen nahmen die Piranhas ein Timeout, doch genau das Gegenteil passierte: 7 Sekunden nach dem Timeout konnte Laupen das 3:0 schiessen und somit Chur das Genick brechen. Kurz vor der Pause kam noch das 4:0 hinzu. Im letzten Drittel geschah nicht mehr viel. Chur versuchte zwar Druck zu machen, doch sie scheiterten an den Verteidigerinnen oder an der Torhüterin. 5 Minuten vor Schluss gab es noch einen Penalty zugunsten von Laupen. Welchen man verwerten konnte und so kam es dann dazu, dass man Chur im vierten Spiel 5:0 bezwingen konnte, was wiederum hiess, dass es der dritte Sieg in dieser Serie war und das bedeutete: SCHWEIZERMEISTER!!!

So gelang dem kleinen Laupen durch eine sehr starke Teamleistung während der ganzen Saison, und vor allem auch in den Playoffs, die Sensation. Die Freude war riesig, wahrscheinlich hat niemand wirklich mit dem gerechnet, umso schöner war es, allen zu zeigen, dass sich Laupen nicht unterkriegen lässt auch wenn die Situation beinahe aussichtslos scheint. Die Juniorinnen bewiesen sehr sehr grossen Kampfgeist und zeigten was es heisst, nie aufzugeben. Doch die riesen Unterstützung der treuen Fans während der ganzen Saison war sicherlich auch ein Grund dafür, den Coup zu schaffen: Man wollte ihnen etwas zurück geben, als Dankeschön dafür, dass sie trotz manch nervenraubendem Spiel immer hinter uns standen und stets in grosser Anzahl dabei waren.

Nun ist es an der Zeit „Danke“ zu sagen:
Danke an die Trainer, die Helfer, den Vorstand, die zahlreichen Fans, die grosszügigen Sponsoren und allen Anderen, die immer an das Potenzial unserer Juniorinnen geglaubt haben.

Die Juniorinnen freuen sich auf ihre nächste Saison in der sie vom „Jäger zum Gejagten“ werden und es gilt, den Schweizermeistertitel zu verteidigen.

Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heisst „Heja Laupä“! #7