Erster Tabellenplatz in weite Ferne gerückt

| Spielbericht

Am Samichlaustag stand ein sehr wichtiges Spiel an für die Damen des UHC Laupens an. Nachdem Mendrisio, die Erstplatzierten letzte Woche gegen Appenzell mit 7:5 verloren hatten, waren wir wieder im Rennen um den ersten Platz. Allerdings erwarteten uns heute ebenfalls diese Appenzellerinnen bei sich zu Hause. Coach Kempf warnte uns immer wieder davor, dass dies unsere stärksten Gegner in der Gruppe sein würden und wir dieses Spiel sehr ernst zu nehmen hatten, obwohl die Appenzellerinnen einige Tabellenplätze unter uns lagen. Besonders läuferisch waren sie uns bereits im Hinspiel haushoch überlegen gewesen und auch technisch waren sie vielen von uns voraus.

Mit diesem Wissen hätten wir eigentlich von der ersten Sekunde des Spiels an bereit sein und das Spieldiktat übernehmen müssen. Das Gegenteil war der Fall. Die Appenzellerinnen spielten von Anfang an schnell und rannten uns nur so um die Ohren. Zwei Tore konnten sie schiessen, bis wir einigermassen aufwachten und reagieren konnten. Livia Altwegg schoss drei Minuten vor Drittelsende den Anschlusstreffer nach einem hohen Pass in die Mitte von Yara Hofmann.

Dieses Tor vermittelte uns eine falsche Leichtigkeit. So schwer war das ja doch nicht mit dem Tore schiessen und wir hatten ja noch 40 Minuten zu spielen. Dass die Appenzellerinnen mit dieser Ausgangslage schlauer umgehen können würden als wir, kam uns nicht in den Sinn. Wieder brauchte es zwei Tore, die aus Pässen quer durch unsere ganze Hälfte resultierten, bis wir erneut merkten, dass sich das Unterfangen mit dem Sieg vielleicht doch als nicht ganz so einfach herausstellen könnte. In der 35. Minute konnte Melanie Burri auf Pass von Romina Widmer auf 4:2 verkürzen. Doch nur eine Minute später stellten das Heimteam seinen Dreitorevorsprung wieder her. Doch auch wir konnten jetzt noch mehr aufdrehen und langsam kreierten wir mehr Chancen. Tamara Fritischi konnte noch vor der zweiten Pause hinter dem gegnerischen Tor hervorlaufen und mittels Drehschuss das 5:3 erzielen.

Wir wussten, dass wir durchaus imstande waren, dieses Spiel noch zu unseren Gunsten zu drehen. Dafür würde aber viel Disziplin und Laufarbeit gegen die flinken, zweikampf- und schussstarken Appenzellerinnen nötig sein. Mit etwas Pech kassierten wir jedoch gleich 9 Sekunden nach Wiederaufnahme des Spiels ein neues Tor. Wir gaben alles, doch scheiterten immer wieder an der souverän stehenden Appenzeller Defensive. Nach 10 Minuten war es wieder das Heimteam, das sein Score erhöhen konnte. Nachdem Coach Kempf schon im Mitteldrittel die Blöcke etwas umgestellt hatte, spielten wir jetzt nur noch mit zwei Linien und konnten den Druck noch etwas erhöhen. Tatsächlich konnte in der 53. Spielminute Sina Sturzenegger auf Pass von Yara Hofmann das 7:4 und kurz darauf auf Pass von Rebecca Vontobel das 7:5 erzielen. Mehr liessen die Gegnerinnen allerdings nicht mehr anbrennen und obwohl wir es noch mit 6 Feldspielerinnen versuchten, konnten sie ihren Sieg sicher nach Hause bringen.

Der erste Tabellenplatz ist somit wieder in weite Ferne gerückt. Zwei Drittel Spielpräsenz reichen in der 1. Liga einfach nicht für einen Sieg.

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