Ein Match auf hohem Niveau

| Spielbericht

Wenn es ein grauer Sonntagabend ist, an dem jeder normale Mensch zu Hause sitzt und ein gutes Abendessen mit Freunden oder Famile geniesst, aber keine Damenspielerin des UHC Laupens zu Hause ist, dann gibt es nur einen Ort, an dem sie zu finden sind. In einem Ort, der Altdorf heisst, und dessen Damenmannschaft es liebt, ihre Gegner zum ungeliebtesten Zeitpunkt in ihre unheimliche, windige Heimat zu holen. Aber was will man, zum Glück spielen wir ja alle gern Unihockey und so sind die Überwindung für die Reise nach Altdorf und der Verzicht auf das gemütliche Abendessen im heimeligen Wohnzimmer nicht so schwer.
Wir traten als ziemlich zusammengewürfeltes Team an. Zwei Center fehlten uns und auch einige Verteidiger. Dem Trainerduo schien das nicht allzu viel auszumachen, sie kombinierten ein bisschen herum, gaben verschiedene Anweisungen und Ideen und dann mussten wir es nur noch umsetzen. Wir wussten, dass uns mit Floorball Uri ein starker Gegner erwartete, ein Anwärter auf den Aufstieg. Doch hatten wir gleichzeitig auch eine gute Erinnerung an unser letztes Spiel in dieser Halle. Letzte Saison konnten wir hier mit einem 3:0 Sieg nach Hause gehen.

Sehr konzentriert starteten wir ins Spiel. Uri griff voll an und wir verteidigten. So ging es fast ein ganzes Drittel lang. Uri fand kein Mittel durch unser defensives Spiel und unsere stark spielende Torhüterin, Kim Buchs. Doch, dass das nicht ewig gut gehen konnte, wussten wir. Auch bei uns setzte die eine oder andere Konzentrationslücke ein und eine solche nutzte der Gegner in der 14. Minute aus und sie schossen das 1:0. Bis zur Pause, blieb dieser Stand.
Im zweiten Drittel, schaltete Uri einen halben Gang zurück und wir wurden offensiver. Wir kreierten mehr Chancen und das Spiel wurde etwas ausgeglichener. Trotzdem war Uri weiterhin die stärkere Mannschaft. Sie gewannen viele Zweikämpfe und waren uns auch läuferisch oft überlegen. In der 15. Minute konnten sie dann sogar noch in Überzahl spielen, weil eine unserer Spielerinnen vergessen hatte, dass wir trotz neu erlaubten Fusspasses weiterhin Unihockey und nicht Fussball spielen und den Ball mit dem Kopf weiterspielen wollte. Diese Strafe konnten wir zwar überstehen, doch nicht ganz spurlos ging sie an uns vorüber. So blieben unsere Chancen ungenutzt, während Uri kurz vor Drittelsende mittels einem präzisen Weitschuss durch eine Verteidigerin auf 2:0 erhöhen konnte.
Im dritten Drittel war das Spiel schliesslich fast ausgeglichen. Wir liessen uns nicht entmutigen und glaubten weiterhin an einen Sieg. Es wurde ein richtig gutes Spiel mit vielen Chancen und guten Aktionen. Dies wurde schliesslich belohnt und unser Wirbelwind, Cecile Walder, bezwang in der 12. Minute schnell im Alleingang den gegnerischen Goalie. Der Anschlusstreffer gab uns Aufwind und wir kämpften noch mehr. Die Trainer stellten noch auf zwei Blöcke um und wir konnten noch mehr Druck machen. Es gab einige hochwertigen Chancen, die meistens durch die hervorragende Torhüterin der Urnerinnen zunichte gemacht wurden. Eine Minute vor Schluss nahmen wir dann auch noch unseren eigenen Goalie raus und spielten mit sechs Feldspielerinnen. Etwa fünf Abschlüsse mussten die Gegnerinnen innerhalb von 20 Sekunden abwehren, ehe sie sich befreien konnten und den Ball sogar noch in unser Tor schlagen konnten. Der Versuch war es allerdings wert gewesen und wir konnten wenigstens mit dem Wissen vom Platz gehen, dass wir alles gegeben hatten.

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