Steigerung nicht belohnt

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Der UHC Laupen verliert auch das zweite Saisonspiel auswärts gegen Winterthur United mit 4:6. Nach einem völlig verschlafenen Startdrittel, das mit 0:3 verloren ging, vermochten sich die Oberländer zwar zu steigern, das eingehandelte Handicap wiegte aber zu schwer.

Gegen den letztjährigen Aufsteiger aus Winterthur taten sich die Laupener bereits in der  vergangenen Spielzeit schwer und verloren beide Spiele deutlich. Zeit für eine Rveanche also. Aber die Vorzeichen für das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison standen nicht besonders gut, musste doch das Trainergespann Kempf/Weiss auf ganze neun entweder verletzte, angeschlagene oder abwesende Spieler verzichten. Im Tor erhielt deshalb der ex-Winterthurer Rutishauser ausgerechnet gegen seinen früheren Verein eine Chance – er ersetzte den angeschlagenen Tschirky.

Der Start der Oberländer war desaströs, denn bereits nach etwas mehr als drei Minuten sahen sie sich mit einem 0:2 Rückstand konfrontiert. Durch aggressives Pressing wurde die Verteidigung der Gäste bereits früh unter Druck gesetzt, was wiederholt zu Fehlern führte. Mit Fortdauer der Partie fand auch Laupen ins Spiel und konnte vermehrt Abschlüsse verzeichnen, Staub vergab nach einer 2:1 Situation die grösste Möglichkeit.

Doch just in diese Phase fiel der dritte Treffer des Heimteams,  der den Aufschwung abrupt bremste. Das Torschussverhältnis von 3:12 belegt die Laupener Unterlegenheit im ersten Abschnitt. Dementsprechend unzufrieden zeigte sich Yves Kempf in der Pause und benannte die Schwächen: „Wir verlieren jeden Zweikampf und sind meistens ein Schritt zu spät“.

Die Worte der Coaches waren offenbar angekommen – völlig verwandelt zeigten sich die Gäste im zweiten Abschnitt. Es wurde um jeden Ball gekämpft und die Offensive mit schnellen Pässen in die Tiefe forciert. Verteidiger Frick nährte nach etwas mehr als einer Minute mit einem Weitschuss die Hoffnung auf die Wende. Dieser Treffer wurde zwar in der 23. Minute mit dem 1:4 beantwortet; die Oberländer bewiesen allerdings Moral und wurden für ihre Bemühungen mit den Anschlusstreffern zum 3:4 durch Honegger und R. Treichler belohnt. Das Spiel gewann nun an Intensität und die Zweikämpfe wurden härter geführt. Dadurch waren die ganz grossen Chancen Mangelware und nach einem Gewühl vor dem Tor konnte Sutter seinen zweiten Abpraller zum 3:5 verwerten – dieses Resultat bedeutete zugleich den Pausenstand.

Das Schlussdrittel gestaltete sich ausgeglichen, die beiden Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig in der Mittelzone. Das Spiel wurde zunehmend ruppiger und teils fragwürdige Strafen verhinderten eine mögliche Laupener Aufholjagd. Hinzu kam, dass die Winterthurer wieder einen gang höher geschaltet hatten und den Gästen nur wenig freie Räume zugestanden. Die Entscheidung fiel in der 56. Minute: Schaub wurde freistehend im Slot bedient und verwertete kaltblütig. Zwar rannte Laupen nun mit dem Mut der Verzweiflung gegen den Rückstand an und vermochte noch einige gute Chancen zu verzeichnen, mehr als Stucki`s Resultatkosmetik in der 57. Minute schaute aber nicht heraus.

Insbesondere in Anbetracht des völlig missglückten ersten Drittels war der Sieg des Heimteams verdient, die Steigerung in den nachfolgenden vierzig Minuten kam zu spät. Kann die Mannschaft diese Intensität und Leidenschaft allerdings über die ganze Spieldauer abrufen, dürften schon bald die ersten drei Punkte eingefahren werden.

Nicolas

UHC Winterthur United - UHC Laupen 6:4 (3:0, 2:3, 1:1)

Halle Oberseen, Winterthur Zuschauer 41 Schiedsrichter Gasser/Por

Tore

3. Lienhard (Glauser) 1:0    4. Lienhard (Nägeli) 2:0    14. Glauser 3:0    22. Frick (Honegger) 3:1    23. Reiser (Nägeli) 4:1    25. R. Treichler (S. Zangerl) 4:2    29.. Honegger 4:3    35. Suter (Kast) 5:3    56. Schaub (Betschart) 6:3    57. Stucki (Honegger) 6:4

Strafen

1 x 2 Minuten gegen UHC Winterthur United
3 x 2 Minuten gegen UHC Laupen

Aufstellung

UHC Laupen Rutishauser; Grütter, Umbricht; Bühler, Wäger; Frick, Kunz; Miedzik, N. Keller, M. Treichler; A. Zangerl, S. Zangerl, R. Treichler; Honegger, Stucki, Staub; Mächler, Tschirky.