Vorbericht Saisonrückblick

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Es tönt komplizierter als es ist. Bevor ich mich mit einem alphabetischen Saisonrückblick von A bis Z gründlich von der U21 verabschiede, veröffentliche ich zur Überbrückung den Spielbericht gegen die Vipers, welcher schon seit längerer Zeit sein Dasein – von mir vergessen – auf meinem Desktop fristete.

Nach Herzschlagfinale im Penaltyschiessen verloren
Die ältesten Junioren des UHC Laupen erkämpften sich dank eines starken Schlussspurts einen Punkt gegen den Tabellenzweiten aus der Innerschweiz. Damit missglückte die angestrebte Revanche, die gezeigte Leistung stimmt jedoch positiv. Die Halle in Rothenthurm bestätigte einmal mehr eine Faustregel: je ländlicher die Region, desto schöner und moderner die Spielstätten. Staunende Laupner Gesichter deshalb beim Betreten, rechtzeitig zum Anpfiff lag der Fokus aber wieder beim Unihockey. In den ersten Minuten vermochten die Gäste dem Spiel den Stempel aufzudrücken und liessen sich folgerichtig den ersten Treffer gutschreiben. Lehmann hatte einfach einmal abgezogen und prompt getroffen. Dadurch aufgeweckt, intensivierten die Hausherren ihre Offensivbemühungen und erarbeiteten sich im Verlaufe des ersten Durchgangs ein Chancenplus. Doch Wildermuth im Tor von Laupen verhinderte einen Torerfolg mit zahlreichen Paraden, unter anderem wehrte er einen Strafstoss ab.

Die Vipers drückten auch im zweiten Abschnitt auf den Ausgleich und wurden in der 25. Minute für ihre Bemühungen belohnt. Diesen Treffer beantwortete Robin Treichler, mustergültig von Staub bedient, mit der erneuten Führung. Kurz darauf blieb den Gästen der Jubel im Hals stecken: Lehmann traf Sekundenbruchteile zu spät, denn der Unparteiische hatte einen Vorteil bereits abgepfiffen. Statt 1:3 hiess es nur eine Zeigerumdrehung später 2:2. Tyl, der tschechische Import der Vipers war für den Ausgleich besorgt. Das war zugleich auch das Pausenresultat und die Gäste konnten sich bei Wildermuth bedanken, dass es zumindest unentschieden stand.
Der Start in den dritten Abschnitt misslang gründlich. Immer einen Schritt zu spät, wurden die Nachlässigkeiten in der Defensivarbeit für einmal kaltblütig bestraft. Nach dreieinhalb Minuten hiess es deshalb 4:2 und Laupen rannte einem Zweitore-Rückstand nach. Danach verpassten es die Hausherren trotz hochkarätigen Chancen, das Spiel zu entscheiden. Statt sich für die letzten Minuten des Spiels zurückzuziehen, forcierten die Vipers das Offensivspiel zusätzlich, was letztlich den Gästen die Rückkehr ins Spiel ermöglichte. Der nimmermüde Wälti eroberte in der eigenen Platzhälfte den Ball und schickte Hafner, welcher auf Marc Treichler ablegte. Dieser fackelte nicht lange und sein Abschluss wurde mit dem Anschlusstreffer belohnt. Aufseiten der Gäste keimte plötzlich wieder Hoffnung auf und legte neue Kräfte frei. Und wiederum war es Wälti, der einen Zweikampf an der Bande gewann und Lehmann in die Tiefe lancierte. Kaltschnäuzig und unschweizerisch (war er von Tyl inspiriert?) schoss dieser trotz einer 3:1 Überzahl-Situation: 4:4, der Ausgleich! Jubelstürme aufseiten der Laupner, konsternierte Gesichter beim Heimteam. Doch noch war nichts gewonnen, hatten doch die Schlangen in Überzahl noch einmal eine Gelegenheit, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Einige heikle Szenen später ertönte die Sirene, Verlängerung stand auf dem Programm.

Auch diese wurde mehrheitlich in Unterzahl bestritten, hatte sich doch Hafner – kaum war Wältis erzwungene Pause abgelaufen – ein kleines Rencontre mit Tyl geleistet. Der Tscheche beherrscht offensichtlich nicht nur das Toreschiessen, sondern auch den leichten Flug: zwei Minuten gegen Laupen. Chancen gab es trotz Boxplay hüben wie drüben, am Ende musste allerdings das Penaltyschiessen entscheiden. Dort liest sich die Gästebilanz ernüchternd: drei Versuche, dreimal verschossen. Weil drei Schlangen trafen, musste Laupen den Zusatzpunkt in Rothenthurm lassen.

Nicolas Hafner

Vipers InnerSchwyz - UHC Laupen 5:4 (0:1, 2:1, 2:2) n.P.

Halle MZG, Rothenthurm Zuschauer 100 Schiedsrichter De Franceschi / Lanini

Tore

2. Lehmann (Frick) 0:1    25. Steiner (Lindauer) 1:1    30. R. Treichler (Staub) 1:2    34. Tyl (Huser) 2:2    42. Koller (Föhn) 3:2    44. Kistler (Tyl) 4:2    54. M. Treichler (Hafner) 4:3    59. Lehmann (Wälti) 4:4

Strafen

1 x 2 Minuten gegen Vipers InnerSchwyz
4 x 2 Minuten gegen UHC Laupen

Aufstellung

UHC Laupen Wildermuth; Sigrist, Hauser; Wälti, Frick; Kolb, Eichmüller; R. Treichler, M. Treichler, Staub; Hafner, Dittli, Lehmann; Kindlimann, Wey, Verhoek; P. Frauenknecht

Bemerkungen

Penaltyschiessen: Regli verschiesst. R. Treichler verschiesst. Koller trifft 1:0. Wälti verschiesst. Tyl trifft 2:0. Frick verschiesst. Huser trifft 3:0
12. Regli verschiesst Penalty; 44. Time-Out UHC Laupen; 59. Time-Out VIPERS Laupen ohne: M. Frauenknecht, Mächler (Herren 1), Studer (Militär), Büsser (Doppellizenz aufgelöst, zurück zu Uster. Danke Gabor!!!)